«Mitarbeiter sind die besten Chefs –»
– Warum zukunftsorientierte Führung beim Menschen beginnt
von Rudi Münch
von Rudi Münch

Wie komme ich zu dieser Aussage?
Der Grund dafür liegt tief in meiner beruflichen Reise – einer Reise, die mich vom Unternehmer und globalen Business-Leiter im Automotive-Bereich bis hin zum Aufsichtsratsmitglied geführt hat. Und unabhängig davon, in welcher Rolle ich gerade unterwegs war: Der Mensch stand für mich immer im Mittelpunkt.
Trotz meiner technischen Begeisterung durfte ich bereits mit 24 Jahren Verantwortung für ein Team von 50 Mitarbeitenden übernehmen. Ich war voller Enthusiasmus und Tatendrang. Doch sehr schnell zeigte mir der Alltag, was Führung wirklich bedeutet:
7 Tage die Woche, 24 Stunden erreichbar.
Wenig Freiraum für mich selbst oder für Freunde.
Pläne, die am Wochenende noch perfekt erschienen, mussten montags bereits komplett überarbeitet werden.
Fehlendes Personal, wechselnde Kundenwünsche, Engpässe – die Liste war lang.
Diese Erfahrung war der Wendepunkt: Es musste ein anderer Weg her.
Ich hatte zuvor bereits mitbekommen, wie Mitarbeiter sich für neue Technologien begeistern lassen – wenn man sie richtig mitnimmt. Also stellte ich mir die zentrale Frage:
Wie kann ich Begeisterung und Verantwortungsbereitschaft aus eigenem Antrieb schaffen?
Mit der Zeit kristallisierten sich für mich vier Grundsätze heraus, die bis heute jede Organisation erfolgreicher machen:
Wertschätzung und Respekt – nicht Ego.
Je klarer Rollen und Verantwortungen sind, nicht statisch, desto stärker das Commitment.
Was gemeinsam entsteht, wird gemeinsam getragen – und kann flexibel weiterentwickelt werden.
Team-Entwicklung ist kein Projekt, sondern ein dauerhafter Prozess.
Diese vier Prinzipien waren für mich der Beginn einer völlig neuen Art der Organisation – einer Organisation mit neuen Spielregeln.
Als meine Teams begannen, echte Verantwortung zu übernehmen, passierte etwas Erstaunliches:
Und ich erkannte etwas Entscheidendes:
Ich bin dann eine gute Führungskraft, wenn der Laden im Tagesgeschäft ohne mich läuft.
Das wurde für mich zur Messlatte – oder heute würde man sagen: zu einer KPI für Führung.
Wie oft muss ich eingreifen? Wann korrigiere ich?
Und was muss ich verändern, damit es ohne mich funktioniert?
Erst wenn Führung Freiraum schafft, kann Neues entstehen.
Ob Werke mit 1.500 Mitarbeitern oder internationale Business-Units – überall bestätigte sich:
Menschen sichern den Erfolg. Nicht Organigramme. Nicht Prozesse. Menschen.
Transformationen, Reorganisationen, Neubau von Geschäftsbereichen – all das ist mir nur gelungen in dem wir Mitarbeitende mitgenommen, verstanden und befähigt haben.
Ich vergleiche Unternehmen gern mit Sportteams.
Im Sport entsteht Begeisterung, wenn wir gemeinsam etwas erreichen:
Warum sollte das in Unternehmen anders sein?
Begeisterung entsteht, wenn jeder weiß, warum er wichtig ist – und wenn er spürt, dass seine Entwicklung zählt.
Das ist mein Antrieb: Menschen gewinnen, Zukunft gestalten.
Egal ob als Teamleiter, Geschäftsführer, Aufsichtsrat oder Unternehmer oder einfach als Mensch – immer mit Respekt und Augenmaß im Alltag.
Stellen wir uns eine Organisation vor,
Ich nenne das:
Die lernende Organisation – in der Mitarbeiter die besten Chefs sind. Jeder in seinem Gebiet.
Es ist nicht nur ein modernes Führungsmodell – es ist ein zukunftsfähiges.
Mein Leitsatz:
„Den Wind können wir nicht ändern, aber die Segeln anderes setzen“ und die Zukunft aktiv gestalten.
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